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Stadtplan Mödling

Mödling

160pxAbb. 1 Wappen von Mödling
Basisdaten
Höhe246 m
Fläche9.95 km2
PLZ2340
Vorwahl02236
KfzMD
Adresse der VerwaltungPfarrgasse 9,
2340 Mödling
Websitewww.moedling.at
BürgermeisterHans Stefan Hintner (ÖVP)

Mödling ist eine Stadt im Industrieviertel in Niederösterreich 16 Kilometer südlich von Wien als Teil von dessen Ballungsraum mit  Einwohnern (Stand: ).

Mödling ist Bezirkshauptstadt des gleichnamigen Bezirks Mödling. Als ehemaliger Sitz einer Babenbergerlinie hat sie den Beinamen Babenbergerstadt.

Bezeichnung

Etymologie

Der Ortsname wandelte sich im Laufe der Zeit von medilihha (903 n. Chr.) über Medelikch und Medling zu Mödling. Die Wurzeln des Namens stammen aus dem Slawischen und somit spätestens aus der Awarenzeit in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends n. Chr. um 800; bezeichnet wird damit entweder ein Grenzbach oder ein langsam rinnendes Gewässer (wörtlich: träger Fluss), wahrscheinlich mit Bezug auf eine entsprechende Siedlung nahe dem heutigen Josef Hyrtl-Platz.

Geografie

Mödling gehört zu Niederösterreich und ist Teil von dessen Industrieviertel, sowie des südlichen Ballungsraums von Wien. Mödling befindet sich relativ zentral im west-ost ausgerichteten Bezirk Mödling, dessen Verwaltungssitz es ist.

Die Gemeinde liegt einerseits mit ihren Hügeln im östlichen Wienerwald und gehört andererseits mit ihrem Weinbaugebiet zur Thermenregion im westlichen Hanggebiet des Wiener Beckens.

Durch Mödling fließt der Mödlingbach, der in der Gemeinde Wienerwald entspringt und bei Achau in die Schwechat mündet. Die westliche Hälfte des Gemeindegebietes ist geprägt durch bewaldetes Hügelland. Diese Anfang des 19 Jhd. mit Schwarzföhren aufgeforsteten karstigen Hügel gehören zum Naturpark Föhrenberge und sind mit Bauten wie dem weit sichtbaren Husarentempel Teil des damals mitangelegten Liechtensteinischen Landschaftsparks. Die östliche Hälfte der Stadtgebiets liegt im Flachland des Wiener Beckens, wobei am Übergang der zwei topographischen Hälften, an den Hängen der Hügel, trotz starker Urbanisierung, weiterhin Weingärten und Heurigenlokale des alten Weinbauorts zu finden sind.

Der Siedlungsraum ist von Westen nach Osten geographisch durch die Vorderbrühl, die Hanglagen in Richtung Wiener Becken (Ortskern mit Altstadt, Neusiedlergebiet, Jakob-Thoma-Viertel) und durch das beginnende Flachland jenseits der Südbahngleise (Neu-Mödling/Schöffelvorstadt) unterscheidbar. Diese Siedlungsräume werden durch den Mödlingbach und eine West-Ostverkehrsachse aus Brühler-, Haupt- und Wiener-/Neudorfer-Straße verbunden und nur von der historischen Altstadt mit alten Bürgerhäusern und einer Fußgängerzone unterbrochen. Mit der Altstadt als gemeinsamem Knotenpunkt bilden entlang der Hanglagen Enzersdorfer- und Neusiedler-Straße eine Nord-Süd-Achse.

Städtische Grenzräume und Topographie

Im Norden und Osten ist Mödling mit den Gemeinden Maria Enzersdorf und Wiener Neudorf zusammengewachsen.

Im Süden grenzt Mödling an Guntramsdorf, wobei die Grenze über den Eichkogel, der eine besondere Fauna und Flora aufweist, verläuft. Überquert man von Mödling gen Süden den Eichkogel, erreicht man Gumpoldskirchen und quert hierbei lediglich den unbewohnten Teil des Gemeindegebiets von Guntramsdorf. Das bewohnte Guntramsdorf erreicht man südöstlich, welches an der Ostflanke des Eichkogels liegt.

Im Westen liegt in den Wienerwaldhügeln die Gemeinde Hinterbrühl, welche an die heute zu Mödling gehörende Vorderbrühl grenzt. Die Vorderbrühl liegt im Brühltal und ist durch die Klausen mit dem Rest von Mödling verbunden. Die Klausen ist ein enges mit ehemaligen Mühlen gespicktes Talstück und ein Verkehrskorridor, wo am Übergang mit der Vorderbrühl auf der südlichen Talseite auf einem Ausleger des Frauensteins die Burgruine Mödling steht. Der Frauenstein (Halder- bis Maaberg) verläuft entlang der gesamten südlichen Talseite und ist mit dem Efeugrad für Kletterer ein beliebtes Ziel. Die nördliche Talseite der Klausen wird vom Kalenderberg, mit der Jordankanzel gesäumt, auf dessen Rückseite sich die Burg Liechtenstein befindet. An ihrer Mündung ins Mödlinger Flachland wird die Klausen überquert von der Ersten Wiener Hochquellenwasserleitung, und zwar in Form eines gemauerten Aquädukts. Auf den schroffen Felsen der Klausen wachsen die seltenen, aber für Mödling typischen Schirmföhren (Pinus nigra var. austriaca) und tragen zum Charme und zur Beliebtheit des Tals als vielseitiges Naherholungsgebiet seit dem Biedermeier deutlich bei.

Im Südwesten liegt das Mödlinger Waldgebiet (Mödlinger, ehemals Liechtensteiner Forst) auf den nördlichen Ausläufern des Anningers. Der Wald grenzt im Westen an die Brühl, bzw. durch den Phönixberg des Kleinen Anningers und Husarentempel zunächst an die Hinterbrühl, sowie in Folge über den Matterhörndl-Fels und Alexanderberg die Meiereiwiese und Vorderbrühl einkreisend. Er setzt sich mit dem Gebiet um die ehemalige Breite Föhre fort, welches sich entlang der Grenze mit Gaaden, südlich vom Frauenstein, der Goldenen Stiege, Jennyberg, dessen Steinbruch und der Friedrichshöhe bis zum Prießnitztal zieht und mit dem Eichkogel in Weingärten übergeht.

Wasser

Gewässer sind zu finden, neben dem früher viel von Mühlen genutzten Mödlingbach, an den Rändern der Meiereiwiese (Salamander-Laichtümpel und Pepis Märchenteich), das Feuchtbiotop am Bahndamm gegenüber dem Biotopkomplex „Figur“, und zu Beginn des Prießnitztals ein Feuchtbiotop mit drei Teichen.

Das Prießnitztal birgt außerdem die Quelle und das Hochbehälterbecken des Mödlinger Wasserwerks, wo auch bereits ein römischer Brunnen (wahrscheinlich eine Pferdetränke) gefunden wurde und später eine dem Tal seinen heutigen Namen gebende Kaltwasser Kuranstalt nach Vinzenz Prießnitz bestand. Die Wasserversorgung der Gemeinde wird weiters durch Bezug aus Moosbrunn, sowie zusätzlich durch einen Tiefbrunnen am Gebiet der Meiereiwiese gesichert.

In der Vergangenheit bestanden auch diverse Quellenbäder und Teiche, so steht das Stadtbad nahe vergangener Teiche und Bäder entlang der Neusiedlerstraße.

Geologie

Als karstige, von markanten Kalkfelsen bis Dolomitwänden geprägte und gleichzeitig ehemalige Brandungsterrasse des Paratethys Meeres vor ca. 15 Mio. Jahren, in der Zeit des Badeniums im Miozän, ist Mödling, wie viele Orte der Thermenregion, nicht nur bei Weinhauern und Kletterern geschätzt, sondern auch reich an Fossilien, so z. B. an diversen Steilhängen bei der Goldenen Stiege mit der Rauhen Platte für Kletterer, oder im Rehgraben abseits des Prießnitztals.

Aufgrund des Kalkvorkommens wurde in der Vergangenheit in Mödling Gips und Kalk gebrannt, sowie später Zement in einer Fabrik am Beginn der Fabriksgasse hergestellt.

Klima

In Mödling am Eichkogel schneiden sich die pannonische sowie die atlantische Klimazone.

Weiters ist das Klima einerseits durch jenes des Wienerwalds und andererseits durch jenes des Wiener Beckens geprägt. So z. B. lichtet sich im Herbst der oft hartnäckige Nebel des Wiener Beckens rasch im Verlauf der Brühl.

In trockenen Sommern ist in dem von Nadelbäumen geprägten Waldgebiet der Stadt hohes Feuerrisiko gegeben, so sind in der Vergangenheit wiederholt größere Waldbrände durch Fahrlässigkeit entstanden.

Geschichte

Erste Siedlungsräume

Einer der ältesten bäuerlichen Siedlungsfunde Österreichs Brunn-Wolfholz (ca. 5700–5000 v.Chr.) liegt im nahen Brunn am Gebirge. In Mödling gehen die ersten Funde auf spätere Jungsteinzeitliche (5000–2000 v. Chr.) Siedlungen zurück. Aus diesen Jahrtausenden sind u. a. Funde einer Doppelbestattung, einer größeren Siedlung am Fuße des Eichkogels und Funde auf dem Jennyberg der Badener Kultur (3600–2800 v.Chr.) zu verzeichnen. Am Hirschkogel in Maria Enzersdorf wurden jene Funde gemacht, auf die sich der Name der endneolithischen Mödling-Zöbing/Jevišovice-Gruppe bezieht.

Bronzezeitliche Aktivität ab dem ausgehenden dritten Jahrtausend v.Chr. wurde reichlich durch Funde nachgewiesen, so z. B. Siedlungsfunde der frühestbronzezeitlichen Leitha-Gruppe am Jennyberg.

Funde zum letzten Jahrtausend v.Chr. wurden auf dem Kalenderberg und dem Jennyberg aus der keltischen Hallstattzeit (8.–5. Jh. v.Chr.) gemacht. In der folgenden Latènezeit lag der Mödlinger Raum in der östlichen Grenzregion des keltischen Königreichs Noricum, welches sich bis zum keltischen Oppidum der Boier in Bratislava erstreckte, sowie in Folge bis zu den vordringenden germanischen Völkern. Mit den Augusteische Alpenfeldzügen kam das Königreich friedlich ab 15 v. Chr. zunehmend unter römische Kontrolle.

Erstes Jahrtausend n. Chr. (Spätantike bis post-antikes und vorromanisches Frühmittelalter)

Nach dem Aufstand von 6–9 n. Chr. in Dalmatien der römischen Provinz Illyricum, kam der bereits im römischen Einflussbereich stehende keltische Raum östlich der Alpen bis zur Donau endgültig unter die Kontrolle des Römischen Reichs. Mödling wurde in Folge im westlichen Grenzgebiet des Illyricum Inferius, Teil der zwischen den Jahren 20–50 gegründeten Provinz Pannonia, und dessen späteren Teil Pannonia Superior und dem daraufhin kleineren Teil Pannonia Prima. In Folge dessen wurde in der Region die in nord–südlicher Richtung über Carnuntum (Petronell) und Scarbantia (Sopron) verlaufende östliche Bernsteinstraße, sowie die Verteidigung gegen die transdanubischen Germanen (z. B. Markomannenkriege) ausgebaut. Das im Zuge dessen gegründete Vindobona (Wien) wurde mittels der bei Mödling vorbei nach Scarbantia geführten Triester Straße mit der Bernsteinstraße und deren Ziel, dem adriatischen Hafenort Aquileia (ca. 50 km nordwestlich der späteren Destination Triest) verbunden. Hiermit verlief und verläuft bis heute entlang der Triester Straße der bedeutendste Verkehrskorridor Wiens in den Süden und damit auch nach Mödling.Aus der römischen Zeit lassen sich in Mödling selbst bereits die Hauptstraße nachweisen und Funde von Münzen und Gräbern in der Nähe des Bahnhofs und Josef Hyrtl-Platz machen. Unweit davon entfernt wurden auch ostgermanische Gräber gefunden, welche auf die Bewohner der Region ab 433 n. Chr., mit dem Rückzug Roms im Kampf gegen die Hunnen und somit auf deren diverse ostgermanische Flüchtlinge (Vandalen), Gefolgschaft und Nachfolger wie die Ostgoten hinweisen.

Ein langobardisches Gräberfeld im Süden von Mödling zeugt von der Besiedlung durch die Langobarden, die sich hier gegen Ende der Völkerwanderungszeit mit dem 6. Jh. niederließen, bevor die Masse dieses Volkes nach Pannonien und schließlich Italien abzog und den Awaren das Karpatenbecken überließ. Das Stadtgebiet Mödlings blieb während dieser Zeit besiedelt. Dies zeigten Ausgrabungen eines awarenzeitlichen Gräberfeldes mit über 500 Gräbern am Fuße der Goldenen Stiege. Grabbeigaben und vollständig erhaltene Skelette sind im Museum der Stadt Mödling ausgestellt.

Nach der Eroberung durch Karl den Großen und Sieg über die Awaren im Jahr 803 setzte die Besiedlung aus dem bairisch-fränkischen Raum in die nunmehrige Awarenmark und anschließend bairische Marcha orientalis ein. Im Zuge dessen wurde die St. Martinskirche bei der heutigen Waisenhauskirche als Stützpunkt der Christianisierung der Region errichtet, und stellte den damaligen Siedlungskern, östlich abseits des späteren Ortskerns von heute dar. Aus dem 9. Jahrhundert stammt auch die älteste nachgewiesene karolingische Vorgängerkirche der heutigen St. Othmarkirche.

Entwicklung des Markts

Ort mit Pfarre (ausgehendes Frühmittelalter)

Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung als MEDILIHHA ULTRA MONTEM COMMIGENUM ist vom 8. September 903, aus einem Gutstausch zwischen zwei Bischöfen. Da die Siedlung wahrscheinlich 907 im Zuge der Ungarneinfälle zerstört wurde, ist erst nach der Schlacht auf dem Lechfeld 955 von einer endgültige Besiedlung durch die Baiern, in der noch bairischen Marcha orientalis, nunmehrig Ostarrichi (996), auszugehen. So verlagerte sich das Siedlungsgebiet von der zerstörten Siedlung um die St. Martinskirche zum heutigen Ortskern. Die Martinskirche blieb jedoch trotz dieser Veränderung bis 1475 Pfarrkirche, und 1683 erst zerstört und 1787 abgetragen. Der angeschlossene alte Friedhof von Mödling blieb bis zur Eröffnung des aktuellen am Eichkogel 1876 erhalten. Das Gelände des Friedhofs und der Martinskirche wurde schlussendlich 1889 durch das Waisenhaus überbaut. Die älteste Erwähnung der Pfarre Mödling stammt aus dem Jahr 1113, als die Pfarre (bis 1475) samt zwei Drittel Pfarrzehnt an das Stift Melk ging und dessen starke Grundherr Präsenz in der Gegend bis 1783 begründete.

Herrschaftsort mit Burganlagen (romanisches Hochmittelalter)

Herrschaftssitz war vom 11. Jahrhundert an bis 1177 eine Burganlage um die heutige Othmarkirche, dessen Herr 1140 Hugo von Petronell (108?–1142) war und zu dieser Zeit die nahegelegene namengebende Ahnenburg des Herrscherhauses von Liechtenstein für sich erbauen ließ. Aus dieser Zeit sind auch die Nachbarsiedlungen Neudorf und Enzersdorf zum ersten Mal zu finden. Nachdem 1155 Wien zum Herrschaftssitz der Babenberger wurde erhielt 1177 der Babenberger Heinrich der Ältere (1158–1223) nach dem Tod seines Vaters, dem ersten Herzog von Österreich und von seinem Bruder, dem nunmehrigen zweiten Herzog, die Herrschaft über Mödling, als Teil eines Gebiets von Liesing bis zur Piesting und nach Bruck. In Folge bezog Heinrich die seit 1148 neu konstruierte, ursprünglich für seine byzantinische Mutter geplante, vom Ort über die Goldene Stiege zu erreichende und bis 1556 genutzte heutige Burgruine Mödling. Somit wurde Mödling zwischen 1177 und 1236 Sitz einer Nebenlinie der Babenberger. In dieser Zeit unter Heinrich war die Burg mit ihrer für damals äußerst großen Wehranlage für die dort gepflegte Gesellschaft und Kunst bekannt; so soll hier 1219 auch Walther von der Vogelweide zu Gast gewesen sein.

Mit Ende des 12. Jahrhunderts wurde das älteste heute noch stehende Bauwerk Mödlings errichtet, ein romanischer Karner mit byzantinischen Elementen, neben einer romanischen Wehrkirche, an dessen Stelle heute die St. Othmarkirche steht. Der Ort erreichte um diese Zeit eine Ausdehnung über Pfarrgasse, Herzoggasse und Fleischgasse, und bildete vermutlich in Folge einen Anger zwischen der damaligen Hochstraße (Kaiserin Elisabeth-Straße) und Fleischgasse.

Nach dem Erlöschen 1236 der Mödlinger Nebenlinie der Babenberger mit dem Tod von Heinrichs Sohn wurde die Herrschaft über Mödling landesfürstlich.1252 überfielen und verwüsteten ungarische Angreifer Mödling katastrophal. Nach dieser Krise setzte bis ins 14. Jh. ein bedeutender Siedlungsaufschwung ein. Besonders Richtung Osten wurde gebaut, wodurch sich ein Anger vom Josef Deutsch-Platz (alter Kornmarkt) bis zum Freiheitsplatz (neuer Kornmarkt), an Stelle der Klostergasse und Hauptstraße sowie der heute dazwischen stehenden Gebäude herausbildete und bis ins 15. Jh. unverbaut blieb. Entlang des Mödlingbachs entstanden eine Reihe von Mühlen und der Ort wuchs über den Bach hin zur Neusiedlerstraße.

Landesfürstlicher Ort mit Marktrecht (gotisches Spätmittelalter)

Unter dem habsburgischen Herzog von Österreich Albrecht II. wurde Medlich, wie es damals hieß, im Jahr 1343 zum Markt erhoben. Die Einfriedung des Markts zog sich zuletzt als Palisadenzaun über das östliche St. Merten-, später Ungartor (bei Hauptstraße 31/35), das südwestliche Neusiedler Tor (nach Neusiedlerbrücke, bei Neusiedler Straße 14/15), das südöstliche Eisentor (nach Eisentorbrücke, bei Eisentorgasse 6) und das nördliche Enzersdorfer, bzw. Wiener Tor (bei Enzersdorfer Straße 2/3), diese bestanden bis zu deren Abbau im 18./19. Jahrhundert. Zu dieser Zeit wurde auch vor dem Ungartor eine hohe gotische Säule der Dombauhütte St. Stephan errichtet, von der heute nach dessen Abtragung 1876 nur noch ein kleiner Teil im Museumspark ausgestellt ist. 1374 wurde die Schranne (heute das alte Rathaus) am Marktplatz, dem heutigen Schrannenplatz, errichtet. Ab dem 14. Jahrhundert war auch eine jüdische Gemeinde nachweisbar, welche eine Synagoge in der Judengasse, der heutigen Kaiserin Elisabeth-Straße 7, hatte. Mit der Judenvertreibung des Jahres 1421 wurde jedoch die Gemeinde aufgelöst und erst 1840 wieder errichtet.

Mit dem 15. Jh. hatte sich Mödling neben Gumpoldskirchen, Perchtoldsdorf und Langenlois zu einem der bedeutendsten Weinorte in ganz Niederösterreich sowie zu einem Bannmarkt entwickelt. Ab 1426 zählte Mödling als landesfürstliche Mark zur Kurie der Städte und Märkte im Verband der Landstände Österreichs unter der Enns. 1458 bekam der Markt sein eigenes Wappen, wobei die Verwendung des Steirischen Panthers wahrscheinlich Bezug auf den Verleiher Kaiser Friedrich III. nimmt. Ebenfalls im 15. Jahrhundert wurde der Anger im Kern verbaut; in kurzer Abfolge wurden die Spitalskirche und die heutige St. Othmarkirche erbaut, wobei letztere 1475 zur Pfarrkirche wurde, als die Mödlinger Pfarre vom Stift Melk an die Wiener Domdechantei ging.

Frühmoderne Entwicklungen (Renaissance, Barock bis klassizistische Biedermeier)

Bei der ersten Osmanenbelagerung 1529 wurde ein großer Teil der Stadt zerstört. Aus der folgenden Zeit, dem 16. (aber auch teilweise dem 15.) Jahrhundert, stammt der nach den mittelalterlichen Kirchen älteste prägende Renaissance-Teil des heutigen historischen Häuser- und Fassadenensembles des Orts, so etwa die zahlreichen repräsentativen Häuser des aufkommenden Bürgertums oder die Erweiterung des heutigen Alten Rathauses mit einem Turm (1548). Im Jahr 1580 war die Mödlinger Bevölkerung zu 90 % protestantisch, etwas mehr als in ganz Niederösterreich. 1597 wehrten sich die Weinbergknechte im Haueraufstand gegen schlechte Entlohnung. Ab Anfang des 17. Jahrhunderts löste sich Mödling von der Herrschaft Burg Mödling und besaß damit de facto und ab 1607 de iure ein eigenes Landgericht (Hochgericht). Zur Rekatholisierung des Ortes bestand seit 1631 bis zur josephinischen Auflösung 1785 ein Kapuzinerkloster an der Stelle des heutigen Bezirksmuseums vor dem Alten Kornmarkt, dem heutigen Josef Deutsch-Platz. Bei der Pest in Wien 1679 starben auch in Mödling viele Einwohner. Bei der zweiten Osmanenbelagerung 1683 wurde ein großer Teil der Bewohner getötet. Es gelang jedoch eine Wiederbelebung durch Neusiedler aus der Steiermark. Nach der zweiten Pestepidemie 1713, bei der nur ca. 90 Bewohner starben, wurde als Dank die barocke Dreifaltigkeitssäule oder Pestsäule, wie sie heute genannt wird, am neuen Kornmarkt, dem heutigen Freiheitsplatz, erbaut. Das 18. Jh. brachte auch wirtschaftliche Veränderungen durch Abgehen vom Weinbau. So entstanden erste frühindustrielle „Fabriken“, beginnend 1773 mit einer Manufaktur der Seidenzeugindustrie in der noch heute bestehenden Eisentorgasse 1, an Stelle eines Herrenhaus des Melker Zehnthofes. (Im Kern aus dem 13. Jh. stammend, besteht dieser Komplex baulich noch heute als Freihof an der Adresse Franz-Keim-Gasse 5 und als „Mölkerhof“ an der Hauptstraße 41, der bis 1783 als Herrenhaus diente.)

1805 und 1809 wurde Mödling von den Franzosen besetzt. Zu dieser Zeit lebten hier rund zweitausend Einwohner. Als Teil des Liechtensteinischen Landschaftsparks im heutigen Naturpark Föhrenberge wurden ab 1807 die damals kahlen Hügel mit Schwarzföhren aufgeforstet und 1810 der neoromantische Schwarze Turm auf einem Fundament eines alten Wachturms von 1596 sowie 1813 der Husarentempel mit Gräbern von Soldaten der Schlacht bei Aspern (1809) errichtet. Auch durch diese Veränderungen wurde das Mödlingbachtal, die sogenannte Brühl, im Biedermeier, spätestens aber durch Ludwig van Beethovens Wirken in Mödling ab 1818, ein geschätztes Ziel von Komponisten der Wiener Klassik, Romantik und auch der modernen Wiener Schule um Arnold Schönberg. So sind diesen zwei nicht in Mödling gebürtigen Komponisten heute sogar eigene Museen im Ort gewidmet. Kern dieser Musik-und-Tanz-Szene in Mödling wurde die von Beethoven gepriesene Gastwirtschaft „Zu den 2 Raben“ an der Meiereiwiese, gegenüber der Königsmühle (eine der Ältesten am Mödlingbach, seit 15. Jh., auch sagenumwobene Schädelmühle), in der damals noch nicht eingemeindeten Vorderbrühl, dessen späterer Bau heute noch besteht.

Entwicklung der modernen Stadt

Industrialisierung (frühe Gründerzeit)

1841 wurde der Bahnhof Mödling, der seit 1839 in Bau befindlichen Südbahn, für den Verkehr nach Wiener Neustadt und Wien eröffnet, sowie 1845 zum Ausgangspunkt der bis zum Zweiten Weltkrieg bestehenden Laxenburger Bahn.

Während der Revolution 1848/1849 gegen das System Metternich fanden betriebliche Störaktionen der Arbeiterschaft statt, jedoch ohne Kooperationsbereitschaft der bürgerlichen Revolution.1850 entstand eine einfache Kuranstalt Prießnitztal, benannt nach der angewandten Kaltwasserkur von Vinzenz Prießnitz. Die Anstalt wurde 1880 zu einem Sanatorium ausgebaut und bestand bis zum Zweiten Weltkrieg, 1968 wurde an dessen Stelle eine Wohnsiedlung erbaut. Ab 1864 wurde die hölzerne Wasserversorgung aus dem Mittelalter ersetzt und langsam ausgebaut. Ab 1866 erfasste Mödling die Cholera erneut, nach dem ersten Ausbruch 1831/1832, im Zuge der Cholera Pandemien.

Durch die vom Staatsgrundgesetz 1867 garantierte Meinungsfreiheit fanden sich neue Interessenverbände in Mödling, so auch von Arbeitern. Zeugnis für ein expandierendes Brauwesen zu dieser Zeit in der Region, ist die erste Brauerschule Österreichs welche gegenüber der Brauerei, angegliedert an die 1869, außerhalb des Siedlungsgebiets, dem heutigen Neusiedlerviertel, errichtete und bis 1934 angesiedelte zweijährige Mittelschule Francisco Josephinum, gegründet wurde.

1872 wurde für die I. Wiener Hochquellenwasserleitung das Aquädukt Mödling erbaut. Mit der ersten großen Industrialisierung des Orts, dem Bau der Mödlinger Lokomotivfabrik 1872 und deren noch heute bestehenden Arbeiter-Kolonie, begann trotz dessen Schließung 1874, bzw. der Weltwirtschaftskrise 1873–1896 erstmals eine großflächige Erweiterung des historischen Ortsgebiets, welche in Folge zur Schöffelvorstadt heranwuchs. Etwas später setzte auch südlich um die Neusiedlerstraße eine Siedlungsausdehnung ein, denn das Wachstum der Bevölkerung stieg zu dieser Zeit drastisch an bis zu dessen Abflachung mit dem Ersten Weltkrieg.

Ort mit Stadtrecht (späte Gründerzeit)

1875, unter dem Bürgermeister und Retter des Wienerwalds Josef Schöffel, wurde der Markt Mödling zur Stadt erhoben, Gasbeleuchtung eingeführt, bei der Bürgerspitalmühle der Kurpark mit dem Kursalon, einem Sommertheater und den Zugängen zum Frauenstein eröffnet, denn Mödling hatte sich zu einem Kurort mit diversen Kurhäusern entwickelt. Im Jahr darauf wurden die Klausen und Vorderbrühl eingemeindet. Es folgten die Gründung des Krankenhauses (1882), die erste reguläre elektrische Bahn Österreichs und gleichzeitig weltweit erste elektrische Straßenbahn im Dauerbetrieb Mödling–Hinterbrühl (1883–1932) mit Ausgangspunkt des nun auch unterführten Bahnhof Mödling, der Endbahnhof der von der Dampftramway-Gesellschaft vormals Krauss & Comp. eröffneten Straßenbahnstrecke nach Wien (1886–1967), Feuerwehr und Rettung (1887), das Waisenhaus (1889), der Bezirk Mödling (1896), Eröffnung des Gymnasiums Keimgasse (1897) und die heutige HTL Mödling als Technische Militärakademie (1904) neben dem Francisco Josephinum. 1904 wurde unter Bürgermeister Jakob Thoma, nach Plänen von Charles Lomax, auf dem Gemeindegebiet von Wr. Neudorf in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph I. die erste biologische Kläranlage Mitteleuropas errichtet.

Hochmoderne in Mödling

Mit 1910 siedelte die „k.k. Tierimpfstoffgewinnungsanstalt“, das heutige Leitinstitut des AGES-Geschäftsfeldes Tiergesundheit, in Mödling an.1912 wurde die heute als Stadttheater Mödling geführte „Mödlinger Bühne“, die älteste erhalten gebliebene Bühne und ehemaliges Kino Mödlings, erbaut. 1914 eröffnete der Jugendstilbau der Jakob Thoma Schule. Die anwachsende Schöffelvorstadt bildete zunehmend einen Fokuspunkt für die Arbeiter des ganzen Bezirks, so fanden sich nach der Gründung 1892 der sozialdemokratischen Partei von Mödling und des Arbeiter-Konsumvereines im Bezirk deren Verwaltungszentrum im Arbeiterheim (Neudorferstraße 8) und dem späteren Jugendstil-Zubau nach Hubert Gessner, dem heute letzten bestehenden ehemaligen (1913). Weiters entstand in Neu-Mödling die „Fünfhaus“-Siedlung (1914) der Baugenossenschaft Mödling (1912, Vorsitz Ferdinand Buchberger) neben dem heutigen Krankenhaus, sowie ergänzend das nahegelegene unter Leopold Müller 1918 bezogene Kinderfreundeheim (heute Josef Schöffel-Haus).

Am 22. Juni 1919 wurde die erste allgemeine Gemeinderatswahl abgehalten und in Folge Ferdinand Buchberger zum ersten sozialistischen Bürgermeister gewählt. Nachdem 1913 das Dekanat Mödling gegründet wurde, wurde 1925 aus der mödlinger katholischen Pfarre (St. Othmar) heraus, in der Schöffelvorstadt eine zweite Pfarre zur Herz Jesu Kirche gegründet. Mit 1927 verbesserte das Städtische Wasserwerk die bestehende Wasserversorgung. Nach Schließung bestehender Kurbäder und Bäder, u. a. an der Neusiedlerstraße, wo auch der Mödlinger Teich spätestens im 17. und im 19. Jh. bestand, wurde 1928 unweit davon das heutige Stadtbad gebaut.

Mödlinger SDAP-Vorsitzender und Gemeinderat Leopold Müller wurde 1925 ein frühes Opfer faschistischer Gewalt durch Mödlinger Frontkämpfer vor dem durch ihn gegründeten heutigen Schöffel-Haus. Es folgte ein mahnender, durch u. a. Renner und Seitz, hochrangig begleiteter Trauerzug, von Mödling nach Wien.

Im Zuge des Österreichischen Bürgerkriegs verschanzten sich zwischen 35 und 200 Unterstützer der sozialistischen Republikaner gegen Exekutive und Heimwehr beim heutigen Krankenhaus in der Siedlung Fünfhaus, sowie in Folge gegen das Bundesheer, welches im nahegelegenen St. Gabriel Stellung bezog, dabei wurden zwei Sozialisten und ein Unbeteiligter erschossen.

Während der Novemberpogrome 1938 wurden in Mödling die jüdischen Bewohner von antisemitischen Mitbürgern verfolgt und deren 1914 erbaute Synagoge zerstört, seit 2003 ist an dessen Stelle an der Enzersdorferstraße 6 ein Mahnmal.

Nach der Machtübernahme durch die Nazis 1938 wurden viele Mödlinger vertrieben, deportiert und ermordet, darunter rund 300 jüdische der ca. 400 Personen Gemeinde. Zum Gedenken an die ermordeten Mödlinger Opfer des NS-Regimes, unter ihnen auch die am Mödlinger Krankenhaus tätige Regimegegnerin Maria Restituta, wurden ab 14. August 2006 Stolpersteine von Gunter Demnig verlegt. Nach 1945 kehrten von den wenigen Überlebenden z. B. der später für den Literaturnobelpreis nominierte Albert Drach zurück, wo er juristisch um weiterhin enteignetes Gut kämpfte. Heute ist am Drach-Hof (Hauptstraße 44) eine Gedenkstätte und Museum eingerichtet.

Wie in den Nachbargemeinden (z. B. am Standort St. Gabriel) wurden Zwangslager auch in Mödling geführt. Einerseits wurde das nach dessen Adresse benannte Grenzgasse 40 Zwangsarbeitslager, für die Metallwarenfabrik Kleiner & Fleischmann eingerichtet, und andererseits die ''Erziehungsanstalt Mödling'' (im ehem. Waisenhaus) aufgestellt, wo in Kooperation mit dem berüchtigten Spiegelgrund Minderjährige, wie Friedrich Zawrel, gequält wurden.

Gegen Ende des Naziregimes wurden aufgrund der Luftangriffe auf Wien neben dem durch Zwangsarbeiter des KZ Mauthausen umgebauten ehemaligen Gipsbergwerk Seegrotte in der Hinterbrühl auch in Mödling Bunkeranlagen in den Hügeln mit diversen zivilen Zugängen angelegt, welche heute nur in Teilen begehbar sind und durch einen Eingang in der Klausen vom Theater im Bunker genutzt und zugänglich gemacht werden. Parallel hierzu wurde am Eichkogel eine Flak-Stellung errichtet und zuletzt durch „Volkssturm“-Rekrutierung mit Minderjährigen besetzt. Vor der Befreiung von Wien durch die 3. Ukrainische Front der Roten Armee steckte die Mödlinger NSDAP ihre Parteihäuser in der Pfarrgasse und Goethegasse in Brand. Nach tagelangem Frontverlauf in Guntramsdorf befreite dann mit 5. April 1945 bis 6. April die rote 100. Garde-Schützendivision des 39. Garde-Schützenkorps der 9. Gardearmee Mödling, die berüchtigte 2. SS-Panzer-Division von Süden vor sich her treibend, und begann damit die ersten Kampfhandlungen in Wien.

Entwicklung der spätmodernen Stadt

Mödling blieb bis 1954 mit allen anderen 1938 in Wien integrierten Gemeinden auf Wunsch der Alliierten Kommission Teil von Groß-Wien, obwohl bereits 1946 der Nationalrat das Gebietsänderungsgesetz zur weitgehenden Rückstellung beschloss. Diese Rechtslage von 1946–1954 verunmöglichte in allen Teilen Groß-Wiens Bezirksvertretungswahlen, bzw. jegliche Kommunalwahlen. Ab 1946, und bis 1955 wieder Gemeinderatswahlen in Mödling abgehalten wurden wählte ein provisorischer Gemeindeausschuss und später Gemeinderat, gleichzeitig bis 1954 als Bezirksvertretung, mit Stimmverhältnissen lokaler Landtagswahlergebnisse, einen designierten Bürgermeister, dieser wurde 1946–1954 vom Wiener Bürgermeister zu einem Ortsvorsteher ernannt und mit kommunaler Funktion eines Bezirksvorsteher betraut.

In der Nachkriegszeit wurden vermehrt Flächen für Autos und Straßen (z. B. Verbreiterung für Busse) frei gemacht, so z. B. dem nach der Brunner-Brau-Aktien-Gesellschaft benannten Brunner Brauhof beim Bahnhof (1959), der Josef Deutsch-Platz, der Freiheitsplatz, der erste Abschnitt der Badstraße, zudem wurden alle Lokalbahnstrecken zugunsten von Buslinien nicht mehr finanziert. Dieser Entwicklung wurde 1978 die Nutzung der Trasse der ehemaligen Straßenbahnlinie 360 als Promenade und 1976 die Einrichtung der Fußgängerzone entgegengesetzt, wobei erstmals österreichweit eine durch den Stadtkern führende Bundesstraße zur Fußgängerzone erklärt wurde. In Folge wurden auch der Freiheits- und Josef Deutsch-Platz teilweise wieder hergestellt, indem die Klostergasse und speziell deren Einfahrten durch indirekte Zufahrten entschleunigt und fußgängerfreundlich gemacht wurden. Die heutigen Brunnen am Schrannenplatz und im Bahnhofspark haben beide ihren Ursprung am Schrannenplatz, wobei der heutige Brunnen am Schrannenplatz der Alte Marktbrunnen ist und über den Freiheitsplatz und dann ab 1959 als Europabrunnen am Josef Deutsch-Platz längere Zeit woanders zu finden war. Mödling, bzw. das Ortsgebiet abseits der Hügel, wurde zu dieser Zeit endgültig zu einem durchgehend bebauten Raum und erfuhr ab den 1970ern auch wieder einen Bevölkerungszuwachs und Nachverdichtung selbst in Hanglagen.

Gegen Ende des Jahrhunderts übersiedelten dann das Gericht, die Bezirkshauptmannschaft, die Feuerwehr, das Finanzamt und das BG Bachgasse aus der Altstadt in moderne Gebäude in die Schöffelstadt, bzw. nach Neu Mödling jenseits der Bahn. Dieser Entwicklung kam 1983 der Lückenschluss entlang des Mödlingbachs durch den Pepi-Wagner Durchgang unter den Bahnhofsgleisen entgegen und ermöglichte eine naturnahe Fuß- und Radwegachse von Wr. Neudorf bis Hinterbrühl.

Mit 1999 wurde der im Jugendstil ausgeführte Teil des ehemaligen Mädchenlyzeum zum Haus der Jugend und zur Redbox-Veranstaltungshalle.Ab 2000 wurde der Mödlingbach renaturiert, u. a. um die Wirkung gegen Hochwasser zu erhöhen. Ursprünglich gesäumt von Mühlen und deren Zuläufen wurde der Bach 1904 reguliert, womit Hochwässer aus der Stadt ins Flachland verlagert wurden. Mit 2004 wurde die Bahnbrücke verbreitert und mit Bahnzugängen ausgestattet, u. a. aufgrund weiter angestiegenem Autoverkehr in Mödling.

Kontemporäre Entwicklungen

Nach Auszug der seit 1979 ansässigen Gendarmerie-Zentralschule am Areal des ehemaligen Francisco Josephinum entstand ab 2016 das Neusiedler Viertel. Die verdichtende Nutzung alter Gebäude und Betriebsflächen, wie zuvor für die BH am alten Mödlinger Lokomotivfabrik-Gelände, nahm in den letzten Jahren wieder zu, so z. B. aktuell eine öffentlich gezielte Erschließung des ehemaligen Rotes Kreuz-Katastrophenschutzlagers auf Teilen des Waisenhausgebiets oder Pläne für die Leiner-Gründe.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Nach der Verneunfachung der Bevölkerung im 19. Jh. bis 1910 von rund 2.000 auf 18.000, mit rapidem Anstieg ab 1880, sank die Bewohnerzahl bis 1961 auf 17.000 und stieg langsam wieder bis 1991 auf die heutigen knapp über 20.000 Einwohner, wobei mehr als die Hälfte der heutigen Wohngebäude aus der Zeit nach 1961, insbesondere bis 1980 stammen. Spätestens mit dem Bau der angrenzenden Südstadt (1961–1975) in Maria Enzersdorf schloss sich an der nördlichen und östlichen Stadtgrenze der Siedlungsraum immer mehr durchgehend mit den benachbarten Gemeinden, und wurde im Zuge dessen darüber hinaus auch zu einem Teil der an- und zusammenwachsenden urbanen Kernzone des Ballungsraum Wien.

Religion

Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 59,4 % der Einwohner römisch-katholisch und 8,4 % evangelisch. 3,1 % sind Muslime, 4,1 % gehören orthodoxen Kirchen an und 0,1 % sind israelitisch. 19,0 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis.

Politik

Der Bürgermeister von Mödling wird seit 1985 durch die ÖVP gestellt. Von 1985–2003 war Harald Lowatschek Bürgermeister, der bereits ab 1975 in Opposition das Amt des zweiten Vizebürgermeisters ausübte. Seit 2003 ist Hans Stefan Hintner Bürgermeister.

Seit 1975 gab es im Mödlinger Gemeinderat keine absolute Mehrheit. Deshalb bildete ab 1985 die ÖVP jeweils mit einer der anderen Listen eine Koalition.

Die erste Kommunalwahl nach dem Zweiten Weltkrieg fand 1955 statt. Seitdem wurde alle fünf Jahre der Gemeinderat neu gewählt.

Das Ergebnis der Gemeinderatswahl 2020 beschäftigt auch den Verfassungsgerichtshof, da die NEOS in ihren Reihen auch ein Gemeinderatsmitglied mit deutscher Staatsbürgerschaft haben. Dies ist nach der niederösterreichischen Wahlordnung möglich. Allerdings müssen nach dieser Wahlordnung Bürgermeister oder Mitglieder des Gemeindevorstandes (Stadtrates) österreichische Staatsbürger sein. Dies wird von den NEOS angefochten, da sie eine Ungleichbehandlung gegenüber EU-Ausländern sieht.

Im Gemeinderat gebildete Koalitionen

Mandatsverteilung im Gemeinde und Stadtrat

Mandatsverteilungen im Gemeinderat
Wahl ÖVP Grüne SPÖ NEOS FPÖ WIR Sonstige
1990 17 1 11 2 10
1995 16 2 8 4 4 7
2000 15 5 10 1 4 5 1
2005 18 7 12 2 2
2010 19 8 9 3 1 1
2015 18 10 8 4 1
2020 16 11 8 3 2 1
Mandatsverteilungen im Stadtrat
Wahl ÖVP Grüne SPÖ NEOS FPÖ WIR Sonstige
2015 6 3 2 1
2020 6 4 3 1

Bürgermeister

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die gut erhaltene und renovierte Altstadt steht unter dem Schutz der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten und ist mit der im Jahr 1976 eingerichteten Fußgängerzone in der Kaiserin Elisabethstraße und dem Schrannenplatz einladend gestaltet, genutzt und vielseitig bespielt.

Aufgrund seines Ambientes hat sich Mödling auch einen Ruf als Hochzeitsstadt erworben. So ist im Altstadtzentrum, im alten Rathaus am Schrannenplatz das Standesamt zentral gelegen.

Eingebettet in malerische Landschaft und dessen Gestaltung als Landschaftspark, mit zahlreichen romantischen Ruinen, war Mödling ab dem Biedermeier ein von Künstlern häufig besuchtes Ausflugsziel.

Zentral hierbei ist die, der Altstadt angeschlossenen Klausen mit der Burgruine Mödling, die auf den Resten der ehemaligen herzoglichen Burg Mödling steht. Letztere zählt zu den drei von Walther von der Vogelweide besungenen Orten, an denen er besonders gefördert wurde.In den von Kletterern geschätzten Felsen der Klausen wachsen seltene Pflanzen, wie die Mödlinger Feder-Nelke (Dianthus plumarius subsp. neilreichii), die erst Mitte des 19. Jahrhunderts von dem Botaniker August Neilreich entdeckt wurde, oder der Deutsche Alant (Inula germanica). Hier zieren außerdem große Bestände der seltenen Schwarz-Föhre (Pinus nigra subsp. nigra) das pittoreske Tal entlang des Mödlingbach.

Neben der geschützten Altstadt und der Klausen, gibt es noch das Naturschutzgebiet am Eichkogel, der auf seinen Halbtrockenrasen seltene Pflanzen, wie das vom Aussterben bedrohte Knollen-Brandkraut (Phlomis tuberosa) und andere beherbergt, sowie einen freien und weiten Ausblick auf das Wiener Becken bietet.

Bildung, Gesundheit, Verwaltung und Soziales

Als Bezirkshauptstadt ist Mödling Sitz einer Reihe bedeutender Verwaltungsstellen.In Mödling befindet sich:

  • die Bezirkshauptmannschaft des gleichnamigen Bezirks
  • ein Finanzamt
  • das Bezirksgericht Mödling
  • das Österreichische Gesundheitskasse – Kundenservice Mödling

Die Gemeinde Mödling sieht sich mit ihren vielen Schulen als Schulstadt und ist speziell mit ihrem Landesklinikum Thermenregion Mödling ein wichtiges regionales Gesundheitszentrum.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Ursprünglich ein geschätzter Weinhauerort, Markt, Ort mit hoher Mühlendichte und dann später Kurort, war Mödling zuletzt durch Großbetriebe geprägt. Viele der Großbetriebe sind nach Wiener Neudorf in das Industriezentrum Niederösterreich Süd abgewandert, wenn auch vereinzelt noch Betriebe wie von Knorr-Bremse oder das EVN-Fernwärmekraftwerk ansässig sind.

Heute dominiert das Kleingewerbe, welches jedoch teilweise Jahrhunderte alte Familienbetriebsgeschichte nachweisen kann. So sind z. B. der zentrale Eisenhandel Krawany oder die Lebzelterei Rachenzentner, beide seit der zweiten Hälfte des 17. Jh. (1663; 1696) an heutiger Stelle angesiedelt und seit dem 19. Jh. (1842; 1807) unter dem heutigen Namen im Familienbetrieb.

Der Dienstleistungssektor ist ausgeprägt und diversifiziert, auch im TV oder vermehrt Startup Bereich.

Energiewirtschaft

Mödling ist im dicht verbauten Gebiet fast vollständig mit biogener Fernwärme, welche im Biomasseheizkraftwerk Mödling erzeugt wird, aufgeschlossen. Die öffentlichen Gebäude, wie Schulen, Ämter und Kranken- und Pflegeanstalten, als auch großvolumige Wohnbauten werden mit dieser Fernwärme versorgt.

Vereinzelt versucht die Gemeinde Solarenergie auf Dachflächen von Gemeindegebäuden zu nutzen und stadtklimatische Maßnahmen zu setzen.

Aufgrund der ehemaligen Eingemeindung in Groß-Wien teilen sich heute die Wiener Netze und das EVN Netz das Gebiet.

Verkehr

Öffentlicher Nahverkehr

Mödling und speziell der Bahnhof ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt des öffentlichen Verkehrs im Bezirk, per Schiene auf Nord-Süd-Achse und per Bus und Individualverkehr auf der West-Ost-Achse, in die Flügel des Bezirks und deren komplementäre Verkehrsinfrastruktur. Letztere West-Ost-Achse ist eine langjährige Herausforderung aufgrund des hohen Anbringerverkehrs bei gleichzeitig begrenzter Verfüg- und Belastbarkeit von Straßenzügen.

Die Stadt wird von der Südbahn durchquert, die mit Schnellbahn und Regionalzügen eine schnelle Verbindung nach Wien, Baden und Wiener Neustadt ermöglicht. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 ist Mödling an den Nächten vor Feiertagen und Wochenenden rund um die Uhr im Halbstundentakt mit Wien und im Stundentakt mit Wiener Neustadt verbunden. Der Bahnhof ist für die zahlreichen Pendler auch mit einer großzügig angelegten Park&Ride-Anlage ausgestattet.

Innerstädtisch gibt es einen Citybus mit vier Linien, (1, 2a, 2b, 3) welcher vom ÖBB-Postbus betrieben wird. Außerdem führen von den zwei Busbahnhöfen (Bahnhof und Badstraße) Buslinien in den ganzen Bezirk sowie auch nach Siebenhirten und Liesing (Wien 23). Auch die Shopping City Süd wird durch die Buslinie 207 erschlossen.

Komplementiert wird das Angebot des öffentlichen Verkehrs durch weitere Angebote im Bezirk: Zu nennen sind hier etwa die Badnerbahn, die ebenfalls an das Netz des Citybusses angeschlossen ist, sowie die Innere Aspangbahn und die Pottendorfer Linie.

Es gibt seit Jahren Bestrebungen, den Bahnhofsvorplatz zu renovieren und den Busbahnhof zu modernisieren; die Stadt Mödling hat auch schon eine Designstudie vorgestellt, bisher ist aber kein konkretes Datum bekannt. 2014 wurde der vor allem im Schülerverkehr zur HTL Mödling bedeutende Busbahnhof Badstraße umgebaut.

Weitere Verkehrsangebote

Seit den 2010er Jahren gibt es öffentlich gefördertes E-Carsharing, seit 2018 werden mehrere Standorte erfolgreich angeboten und weitere unter das gemeindenübergreifende Modell sharetoo geplant.

Mödling verfügt über ein Kurzparksystem, das Mitglied bei m-parking ist.

Die Stadt verfügt über ein besonders großes Netz von Radwegen, das unter der Regierungsbeteiligung der Grünen in den letzten Jahren massiv ausgeweitet worden ist. Das niederösterreichweite öffentliche Nextbike Bikesharing Standortenetz bietet mehrere Standorte in der Stadt.

Die Autobahnanschlussstelle Mödling an die Südautobahn A2 ist zugleich die Anschlussstelle für die Shopping City Süd außerhalb der Stadt.

Weitere hochrangige Straßen im Großraum Mödling sind etwa die Außenring Autobahn A21, die Außenring Schnellstraße S1 und die Triesterstraße parallel zum ehemaligen Wiener Neustädter Kanal.

Verkehrsgeschichte

Von historischem Interesse ist in Bezug auf Verkehr noch

  • die erste elektrische Bahn Österreichs, sowie weltweit erste elektrische Straßenbahn im engeren Sinn, welche einen Dauerbetrieb aufrecht hielt, die ehemalige elektrische Straßen- bzw. Lokalbahn Mödling–Hinterbrühl nach Hinterbrühl
  • die ehemalige Laxenburger Bahn (oder „Kaiserbahn“) nach Laxenburg sowie
  • die Straßenbahnlinie 360, die, bis zu ihrer Einstellung 1967, über Maria Enzersdorf (am Gebirge), Brunn am Gebirge und Perchtoldsdorf nach Rodaun führte.

Städtepartnerschaften

Mödling pflegt Städtepartnerschaften und eine Städtefreundschaft mit

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

In dieser Aufstellung sind zahlreiche Personen aufgeführt, die bedingt durch den Standort des Krankenhauses ihren Geburtsort Mödling haben, sonst aber kaum einen Bezug zur Stadt haben.

Bis 1900

  • Michael Aigner (unbekannt–1516), Zisterzienser und Abt des Stiftes Heiligenkreuz
  • Jakob Thoma (1848–1910), Landtagsabgeordneter (CS) und Bürgermeister von Mödling (1890–1910)
  • Carl Freiherr von Merode (1853–1909), Landschaftsmaler
  • Maria Janitschek (1859–1927), Schriftstellerin
  • Anton Dietl (1868–1941), tschechisch-deutscher Politiker (DSAP)
  • Carl Prohaska (1869–1927), Komponist, Musikpädagoge und Dirigent
  • Adolf Rziha (1875–1962), Rennrodler und Kommunalpolitiker
  • Hans Schürff (1875–1939), Politiker
  • Robert Müller (1877–1942), Filmmanager, -verleiher und -produzent
  • Walther Schmied-Kowarzik (1885–1958), Philosoph
  • Hermann Josef Ullrich (1888–1982), Komponist und Musikschriftsteller
  • Hermann Buchinger (1890–1958), Politiker (SPÖ)
  • Josef Deutsch (1890–1970), Politiker (SPÖ), Bürgermeister und Abgeordneter
  • Heinrich Demelius (1893–1987), Rechtshistoriker
  • Emmy Haesele (1894–1987), Grafikerin und Malerin
  • Egon Neumann (1894–1948), Komponist und Kapellmeister
  • Adalbert Duschek (1895–1957), Mathematiker
  • Otto Brunner (1898–1982), Historiker

1901 bis 1950

  • Heinrich Kunnert (1904–1979) Bibliothekar und Archivar
  • Alfred Maleta (1906–1990), Politiker, Nationalratspräsident
  • Josef Rohata (1909–1989), Politiker (SPÖ) und Buchdrucker
  • Francis Walter (1909–2002), britischer Skilangläufer
  • Arthur Mussil (1911–1999), Politiker (ÖVP)
  • Gustav A. Wetter (1911–1991), Jesuit
  • Joseph Abileah (ursprünglich Wilhelm Niswiszki) (1915–1994), israelischer Violinist und Friedensaktivist, 1948 erster verurteilter israelischer Kriegsdienstverweigerer
  • Lisl Engels (1916–2006), Malerin
  • Maria von Schmedes (1917–2003), Sängerin und Schauspielerin
  • August Ségur-Cabanac (1922–2011), General
  • Peter Weiser (1926–2012), Journalist und Generalsekretär des Wiener Konzerthauses
  • Roland Moebius (1929–2020), Architekt
  • Leo Tichat (1930–2012), Künstler
  • Christine Haager (1938–2018), Politikerin (SPÖ)
  • Herwig Stiegler (* 1938), Rechtshistoriker
  • Werner Gamerith (* 1939), Umweltaktivist, Autor und Fotograf
  • Dany Sigel (* 1939), Schauspielerin und Musicaldarstellerin
  • Ludwig Reich (* 1940), Mathematiker und Hochschullehrer
  • Martin Seger (* 1940), Universitätsprofessor der Geographie
  • Werner Stanzl (* 1941), Journalist und Dokumentarfilmer
  • Wilhelm Brauneder (* 1943), Jurist
  • Franz Koglmann (* 1947), Jazzmusiker
  • Elisabeth Bleyleben-Koren (* 1948), Bankmanagerin
  • Erhard Stackl (* 1948), Journalist und Autor
  • Erich Tromayer (* 1948), Goldschmied, Kunsthändler und Sachverständiger
  • Herbert Kaufmann (* 1949), Politiker (SPÖ) und Vorstand der Flughafen Wien AG
  • Wolfgang Kos (* 1949), Journalist und Historiker
  • Wolfgang Katzer (* 1950), Komiker
  • Harald Kritz (* 1950), Mediziner
  • Ferdinand Opll (* 1950), Historiker und Archivar

Ab 1951

  • Bruno Liberda (* 1953), Komponist
  • I Stangl (* 1954), Kabarettist
  • Manfred Zeller (1954–2021), Maler, Grafiker, Kulturveranstalter und Politiker
  • Wilfried Satke (* 1955), Gitarrist und Komponist
  • Dieter Chmelar (* 1957), Journalist, Moderator und Kabarettist
  • Fritz Drazan (1957–2019), Fußballspieler und -trainer
  • Ilse Hans (* 1957), Politikerin (FPÖ)
  • Dietmar Schermann (* 1957), Komponist und Hochschullehrer
  • Leo Bei (* 1958), Musiker
  • Kurt Pongratz (* 1958), Fernsehregisseur
  • Ronnie Leitgeb (1959–2022), Tennistrainer
  • Michael Spindelegger (* 1959), Politiker (ÖVP)
  • Wolfgang Hesoun (* 1960), Manager und Generaldirektor der Siemens AG, Österreich
  • Diego Donnhofer (* 1961), Drehbuchautor, Regisseur und Produzent
  • Susanne Rieß (* 1961), Abgeordnete zum Nationalrat (FPÖ)
  • Raimund Bahr (* 1962), Historiker und Publizist
  • Gery Keszler (* 1963), Gründer und Organisator des Life Balls
  • Karin Schäfer (* 1963), Bühnenkünstlerin
  • Bernhard Vock (* 1963), Abgeordneter zum Nationalrat (FPÖ)
  • Hans Stefan Hintner (* 1964), Journalist und Politiker (ÖVP)
  • Martin Krammer (* 1964), Designer, Bildhauer und Lehrer
  • Manfred Zsak (* 1964), Fußballnationalspieler
  • Paul Harather (* 1965), Filmregisseur, Produzent und Drehbuchautor
  • Andrea Weber (* 1965), Wirtschaftswissenschaftlerin und Hochschullehrerin
  • Ernst Aigner (* 1966), Fußballspieler
  • Mario Gonzi (* 1966), Jazzmusiker
  • Michael Jursa (* 1966), Altorientalist
  • Rupert Huber (* 1967), Komponist und Pianist
  • Christoph Kainz (* 1967), Politiker (ÖVP)
  • Leonhard Paul (* 1967), Musiker
  • Michael Buchleitner (* 1969), Hindernis- und Langstreckenläufer
  • Karin Gayer (* 1969), Schriftstellerin
  • Elisabeth Kaufmann-Bruckberger (* 1970), Abgeordnete zum Nationalrat (FRANK, BZÖ, FPÖ)
  • Stephan Marasek (* 1970), Fußballnationalspieler
  • Thomas Schwarzmann (* 1971), Entertainer, Moderator, Musiker und Sänger
  • Elie Rosen (* 1971), Jurist und Vertreter des österreichischen Judentums
  • Vivian Bartsch (* 1972), Theater- und Filmschauspielerin
  • Alex Kristan (* 1972), Stimmenimitator und Kabarettist
  • Marion Maruska (* 1972), Tennisspielerin
  • Skero (* 1972), Hip-Hop-Musiker und Street-Art-Künstler
  • Thomas Aigner (* 1973), Historiker
  • Andreas Babler (* 1973), Politiker (SPÖ)
  • Bernhard Fink (* 1973), Humanbiologe
  • Nina Maron (* 1973), Künstlerin
  • Thomas Rösner (* 1973), Dirigent
  • Gregor Gatscher-Riedl (* 1974), Historiker, Journalist und Archivar
  • Markus Scharrer (* 1974), Fußballspieler
  • Nino Tomaschek (* 1976), Wissenschaftstheoretiker und -manager
  • Christian Hafenecker (* 1980), Politiker (FPÖ)
  • Christian Stephan (* 1980), Fernsehmoderator
  • Julia Hanzl (* 1982), Keramikerin und Bildhauerin
  • Christine Reiler (* 1982), Miss Austria 2007
  • Katharina Kucharowits (* 1983), Politikerin (SPÖ)
  • Gerhild Steinbuch (* 1983), Schriftstellerin
  • Michael Strasser (* 1983), Extremsportler
  • Georg Lauscha (* 1987), Radrennfahrer
  • Kristina Inhof (* 1988), Moderatorin
  • Patrick Konrad (* 1991), Radrennfahrer
  • Lisa Makas (* 1992), Fußballspielerin
  • Martin Kraus (* 1993), Fußballspieler
  • Lukas Umprecht (* 1994), Fußballspieler
  • Johannes Nussbaum (* 1995), Schauspieler
  • Nadine Strauss (* 1995), Beachvolleyballspielerin
  • Teresa Strauss (* 1995), Beachvolleyballspielerin
  • Julian Buchta (* 2000), Fußballspieler
  • Julian Turi (* 2001), Fußballspieler
  • Katarina Pandza (* 2002), Handballspielerin

Weitere Persönlichkeiten

  • Heinrich der Ältere (1158–1223), unter seiner Herrschaft wurde die Burg Mödling errichtet
  • Konrad III. von Mödling († 1283) war Augustiner-Chorherr und als Konrad III. von 1257 bis 1283 Propst des Klosterstifts Berchtesgaden
  • Přemysl III. von Troppau (* um 1450; † 17. Februar 1493) war Herzog von Troppau und Domherr von Breslau, Olmütz und Wien sowie Propst der Pfarrei St. Othmar in Mödling. Er war Pfarrer zur Bauzeit der Othmarkirche, an deren Nordwand sich heute noch sein Grabstein befindet.
  • Joseph von Semlin (Ali Mirza Khan) (um 1730–1824), österreichischer Offizier, persischer Erbprinz (präsumptiver Kaiser) von Indien; besaß ein Anwesen in Mödling, wo er auf seinen Wunsch hin auch beigesetzt wurde.
  • Ludwig van Beethoven (1770–1827), deutscher Komponist. Er wohnte in den Sommermonaten 1818, 1819 („Hafnerhaus“) und 1820 („Christhof“) in Mödling
  • Gustav Adolf von Greisinger (1793–1868), kaiserlich-österreichischer Generalmajor, Professor und Mathematiker, verstarb in Mödling
  • Friedrich Julius Schüler (1832–1894), Generaldirektor der k.k. priv. Südbahn
  • Josef Schöffel (1832–1910), Bürgermeister von Mödling (1873–1882), „Retter des Wienerwaldes“
  • Philippine von Edelsberg (1838–1917), Opernsängerin
  • Robert Eder (1848–1918), Heimatforscher, Ornithologe und Volkskundler
  • Anton Paul Heilmann (1850–1912), Maler und Illustrator, verbrachte seine letzten Lebensjahre in Mödling
  • Max Scheimpflug (1858–1930), mit 1. Juni 1894 Begründer des Sanatorium Vorderbrühl (Liechtensteinstraße 7–9) als chirurgisch-orthopädische Privat-Heilanstalt (Bestand mit Scheimpflug bis in die frühen 1920er Jahre)
  • Mizzi Kaspar (1864–1907), langjährige Geliebte von Kronprinz Rudolf, mit dem sie angeblich den Heurigen Pferschy in der Friedrich Schiller-Straße 6 frequentierte, die zeitweise gegenüber in Mödling lebte und hier begraben wurde.
  • Mitsuko Coudenhove-Kalergi (1874–1941), lebte in ihrem späteren Leben bis zu ihrem Tod im heutigen Stadtmuseum. Heute ist im angrenzenden Park zu ihrem Andenken ein Japanischer Garten eingerichtet.
  • Arnold Schönberg (1874–1951), Komponist (Zwölftonmusik), wohnte von 1918 bis 1925 in Mödling. Das ehemalige Wohnhaus in der Bernhardgasse 6 ist heute ein Museum, das Schönberg-Haus Mödling.
  • Anton Wildgans (1881–1932), Schriftsteller
  • Leopold Petznek (1881–1956), Sozialdemokrat und Mann der „roten Erzherzogin“
  • Franz Theodor Csokor (1885–1969), Schriftsteller und Dramatiker
  • Armand Weiser (1887–1933), Architekt und Fachschriftsteller
  • Karl Lehrmann (1887–1957), Architekt
  • Josef Weinheber (1892–1945), Dichter und Schriftsteller, lebte von 1901 bis 1909 als Zögling im Hyrtl’schen Waisenhaus, schrieb über seine Erfahrungen dort den autobiographischen Roman Das Waisenhaus
  • Norbert Sprongl (1892–1983), Zwölftonkomponist
  • Maria Restituta (1894–1943), Ordens- und Krankenschwester am Krankenhaus Mödling
  • Albert Drach (1902–1995), zeitweise vertriebener Schriftsteller und Jurist
  • Peter Lorre (1904–1964), Schauspieler, lebte von 1915 bis 1917 in Mödling und ging hier im Niederösterreichischen Landesrealgymnasium (heute BG & BRG Keimgasse) zur Schule
  • Johannes Mario Simmel (1924–2009), Schriftsteller, verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Mödling
  • Kurt Seipel (1927–2004), unter falschen Anschuldigungen von der sowjetischen Besatzungsmacht langjährig gefangen gehaltener Schüler der HTL Mödling und Autor.
  • Franz Viehböck (* 1960), erster österreichischer Raumfahrer
  • Silvia Jelincic (* 1978), Journalistin und Schriftstellerin

Weblinks

Anmerkungen

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Mödling

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