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Haag
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Stadtplan Haag
Wappen

Haag ist eine Stadtgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Amstetten in Niederösterreich.

Geografie

Haag liegt im Westen des Mostviertels im niederösterreichischen Alpenvorland, etwa 16 Prozent der Gemeindefläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Haag besteht aus zwölf Katastralgemeinden (Fläche Stand ). Die gleichnamigen Ortschaften wurden mit 2020 aufgelöst:

  • Edelhof samt Ederhöhe, Fadlhof, Pesendorf, Sieberg und Untermayrhofen
  • Gstetten samt Klingenbrunn, Paga und Ziegelstadl
  • Haag Stadt , Ortschaft Haag samt Himsental
  • Heimberg samt Außermayrhofen, Imberg und Rathäuser
  • Holzleiten samt Göblitz, Hadersbach, Hochwall, Unreinfußen, Winnersdorf und Zauchhof
  • Knillhof samt Pernersdorf, Pinnersdorf und Stampfhof
  • Krottendorf samt Lehen, Rippel, Waldbauern, Waldhäuser und Wolflucken
  • Porstenberg samt Mitterndorf und Richersdorf
  • Radhof samt Dörfl, Hub, Spitzenwinkel und Stibitzhof
  • Reichhub samt Ederhöhe, Klaubling, Lembach und Radelsbach
  • Salaberg samt Waldhäuser
  • Schudutz samt Braunsberg, Haindorf, Kroisboden, Schmiedhub und Tiefenleiten

Nachbargemeinden

Geschichte

Im Altertum war das Gebiet Teil der römischen Provinz Noricum.

  • 1032 wurde die Weihe der Kirche von Haag durch den Passauer Bischof Berengar belegt, dies ist die erste urkundliche Nennung des Ortsnamens.
  • 1282 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung der Burg Salaberg.
  • 1921 wurde die Gemeinde Haag geteilt in die Gemeinde Haag-Land und Markt Haag.
  • 1932 erfolgte die Stadterhebung von Markt Haag.
  • 1938 wurden die getrennten Gemeinden Stadt Haag und Haag-Land zu einer Großgemeinde vereinigt.
  • Während der Zeit des Nationalsozialismus bestanden im heutigen Gemeindegebiet mehrere Zwangsarbeitslager für ungarische Jüdinnen und Juden. Im Ortsteil Schudutz befand sich ein Lager, dessen Insassen beim Landwirt Schindluder eingesetzt wurden. Ein weiteres Bestand im Bereich der Stadt Haag, es wurden vor allem Frauen zur Arbeit bei der Firma Gruber sowie in der Ziegelei Penzing zur Herstellung und Transport von Ziegeln ausgebeutet.

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Katholische Pfarrkirche Haag hl. Michael: In Haag steht eine zwischen 1432 und 1485 erbaute, spätgotische Wehrkirche, die dem Hl. Michael geweiht ist. 1969/70 erfolgte eine völlige Neugestaltung des Innenraumes, 2001 die Einweihung einer neuen Orgel mit 36 Registern (Orgelbau Kögler, St. Florian).
  • Schloss Salaberg: mit Bauteilen aus der Renaissance und dem Barock. Nicht öffentlich zugänglich. Der Venezianische Festsaal kann jedoch für Veranstaltungen gemietet werden und auch die Schlosskapelle wird für kirchliche Feiern zur Verfügung gestellt.
  • Versorgungshauskapelle Haag
  • Barockes Badehaus: Das zum Schloss Salaberg gehörende barocke Badehaus kann besichtigt werden.
  • Niederösterreichisches Freilichtmuseum: präsentiert etwa 20 Objekte (alte Gebäude), vorwiegend aus dem Mostviertel.
  • Mostviertelmuseum: Das Mostviertelmuseum zeigt unzählige Gegenstände zum Thema Most, Feldwirtschaft, Flachsverarbeitung, Bienenwirtschaft, alte Wohnkultur u. a.
  • Tierpark Stadt Haag: mit mehr als 80 heimischen und exotischen Tierarten. Der ganzjährig geöffnete Tierpark befindet sich in der Parkanlage Schloss Salaberg von Eduard Petzold.
  • Haager Theaterkeller
  • Erlebnisbad-Parkbad Haag
  • Theatersommer Haag: Intendant Christian Dolezal; seit dem Jahr 2000 findet jährlich der Theatersommer Haag statt; gespielt wird auf dem Hauptplatz auf der temporären Theatertribüne, die vielfach ausgezeichnet wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Jahr 2001 gab es 214 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten, die Erhebung 1999 zählte 242 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Nach der Volkszählung 2001 gab es 2.325 Erwerbstätige am Wohnort. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2003 gab es am Ort 372 Arbeitslose.

Verkehr

  • Bahn: Die Stadt Haag liegt an der alten Trasse der Westbahn, die hier eine Haltestelle hat. (Die Neubaustrecke umfährt die Stadt im 6840 m langen Siebergtunnel.) In der Nähe liegt die Anschlussstelle Haag der Westautobahn A 1; wenige Kilometer weiter ist bei Strengberg die Wiener Straße B 1 zu erreichen. Dadurch sind die Bezirkshauptstadt Amstetten, die Landeshauptstadt St. Pölten und schließlich Wien sowie die schon in Oberösterreich gelegenen Städte Enns und Linz leicht erreichbar.
  • Straße: Über die Haager Straße B 42 besteht eine Verbindung in das rund 15 km entfernte Steyr.

Öffentliche Einrichtungen

In der Gemeinde gibt es zwei Kindergärten, eine Volksschule, eine Neue Mittelschule sowie eine Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HLW).

Sport

Im September 2008 wurde ein 17 Meter hoher Kletterturm in Haag eröffnet, die Kosten betrugen rund 240.000 Euro.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 29 Mitglieder.

  • Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 7 SPÖ, 6 Liste für Haag und 1 FPÖ.
  • Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 8 Liste für Haag, 6 SPÖ und 1 FPÖ.
  • Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP, 6 Liste für Haag, 5 SPÖ und 1 FPÖ.
  • Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP, 8 SPÖ und 4 Liste für Haag.
  • Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP, 8 SPÖ, 4 Liste für Haag und 1 FPÖ.
  • Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP, 6 Liste für Haag, 6 SPÖ und 1 FPÖ.
  • Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP, 9 Liste für Haag und 3 SPÖ.
  • Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 10 Liste für Haag, 3 SPÖ und 2 FPÖ.

Bürgermeister

Bürgermeister nach 1945:

  • 1945 (Mai bis Nov) Franz Martetschläger
  • 1945–1962 Franz Sturm (ÖVP)
  • 1962–1987 Ernst Huber (ÖVP)
  • 1987–1994 Josef Jochinger (ÖVP)
  • 1994–1995 Franz Hochetlinger (ÖVP)
  • 1995–2003 Josef Andesner (ÖVP)
  • 2003–2015 Josef Sturm (ÖVP)
  • seit 2015 Lukas Michlmayr (ÖVP)

;Bürgermeister 1919 bis 1945

Mit dem Landtagsbeschluss vom 21. Dezember 1921 wurde die Trennung in Marktgemeinde Haag und Gemeinde Haag-Land vollzogen.

Bürgermeister Land waren:

  • 1922–1938 Josef Nagelstraßer
  • 1938–1939 Josef Radelspöck

Bürgermeister Markt (ab 1932 Stadt) waren:

  • 1922–1924 Rudolf Weiss
  • 1924–1939 Stefan Ströbitzer

Mit 1. Juli 1939 wurde mit Entscheid des Landeshauptmannes von NÖ die Gemeinde Haag-Land in die (seit 1932 neue) Stadtgemeinde Haag eingegliedert.

  • 1939–1945 Stefan Ströbitzer

;Bürgermeister bis 1919

vor 1850 waren Marktrichter, die ähnliche Aufgaben wie Bürgermeister hatten, Gemeindeoberhaupt

  • 1850–1861 Josef von Pachner
  • 1861–1892 Ferdinand Bachmayr
  • 1892–1893 Josef Wagner
  • 1893–1902 Josef Aigner
  • 1902–1907 Rudolf Weiss
  • 1907–1919 Johann Kaiserreiner

Wappen

Kaiser Ferdinand I. verlieh dem damaligen Markt Haag 1563 das mit dem Bild des Erzengel Michaels versehene Wappen.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger der Stadt

  • Erwin Pröll (* 1946), Landeshauptmann von Niederösterreich 1992–2017

Söhne und Töchter der Stadt

  • Josef Wagner (1874–1938), Politiker (CSP) und katholischer Priester
  • Josef Sturm (1885–1944), Geistlicher und Politiker
  • Armin Sturmberger (1891–1973), Architekt
  • Franz Stoll (1902–1956), Tischlermeister und Politiker
  • Rudolf Beran (1914–1970), Bildhauer und Museumsbediensteter
  • Franz Brunner (1926–1982), Landwirt und Politiker
  • Hans Achatz (1943–2017), Politiker und Richter
  • Wolfgang Brandstetter (* 1957), Vizekanzler und Justizminister
  • Jessica Pilz (* 1996), Sportkletterin
  • Eva Maria Hammelmüller (* 2000), Sportkletterin

Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten

  • Josef Leeb (1921–2005), Kapellmeister
  • Valentin Preuenhueber († 1642), Geschichtsschreiber
  • Wilhelm Ripl (1937–2022), Limnologe

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Haag_(Niederösterreich).

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