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Stadtplan Schladming

Schladming

Basisdaten
Höhe745 m
PLZ8970
Vorwahl03687
Websitegemeinde.schladming.at
Hermann Trinker (Liste Schladming)

Schladming ist eine Stadtgemeinde im Bereich der Expositur Gröbming, Bezirk Liezen in der Steiermark (Gerichtsbezirk Schladming). Sie ist mit Einwohnern () die größte Kommune in der Expositur Gröbming und die zweitgrößte Stadt des Bezirkes. Schladming, ein wichtiger Wintersportort, war Austragungsort der Alpinen Skiweltmeisterschaften 1982 und 2013 sowie der Special Olympics in den Wintern 1993 und 2017.

Geografie

Schladming liegt in der nordwestlichen Obersteiermark im oberen Ennstal an der Einmündung des Talbachs in die Enns. Die Stadt wird umrahmt im Norden vom Dachstein und im Süden von den Niederen Tauern. Die Stadt grenzt im Westen an das Bundesland Salzburg.

Klima

Gemeindegliederung

Zum 1. Jänner 2015 wurden die Gemeinden Pichl-Preunegg und Rohrmoos-Untertal mit Schladming fusioniert.

Das Gemeindegebiet gliedert sich in neun Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):

  • Fastenberg ()
  • Gleiming () samt Gleimingberg
  • Klaus () samt Galgenbichl, Haslach, Klausner, Mauterndorf, Neuwirt, Nößlauer, Nußdörfl, Obere Klaus, Salzburger-Siedlung, Sonnenhang, Stierern und Taxner
  • Obertal ()
  • Pichl () samt Mandling, Vorberg und Warterdorf
  • Preunegg ()
  • Rohrmoos ()
  • Schladming () samt Maistatt und WM-Siedlung
  • Untertal ()

Die sechs Katastralgemeinden sind (Fläche: Stand 31. Dezember 2020):

  • Klaus (746,96 ha)
  • Pichl (1.132,97 ha)
  • Preunegg (4.309,10 ha)
  • Rohrmoos (6.559,60 ha)
  • Schladming (283,64 ha)
  • Untertal (8.068,21 ha)

Nachbargemeinden

Von den elf Nachbargemeinden liegen fünf im Bezirk Liezen, vier im Bezirk Tamsweg (TA; Land Salzburg) und zwei im Bezirk Sankt Johann (JO; Land Salzburg).

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung einer Siedlung an dieser Stelle geht auf das Jahr 1180 (Slaebnich, altslow. „Schluchtberg“) zurück. Das Stadtrecht ist erstmals 1322 dokumentiert. Es ist auf den blühenden Bergbau in den Schladminger Tauern zurückzuführen, wo bis zu 1500 Bergknappen beschäftigt waren. Der Schladminger Bergrichter Leonhard Egkelzain legte 1408 im Schladminger Bergbrief die Verfahrens- und Gewohnheitsrechte der Schladminger Bergknappen schriftlich nieder. Abgebaut wurde Silber, Blei, Kupfer,und ab dem 18. Jahrhundert auch Cobalt und Nickel.

Als sich im Zuge der Reformation die Bergleute an den Bauernaufständen gegen die Salzburger Obrigkeit (1524–1526) beteiligten, wurde Schladming 1525 unter Erzherzog Ferdinand I. fast völlig zerstört und dem Ort das Stadtrecht aberkannt. Die Stadtrechte wurden Schladming erst 1925 wieder zurückgegeben.

Bis in die Gegenwart hat die Verwaltung der politischen Expositur ihren Sitz im kleineren Gröbming, womit die Gegenreformation auch nach beinahe 500 Jahren ihre Nachwirkungen zeigt.

Der Bergbau, der Schladmings Geschichte jahrhundertelang geprägt hatte, wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts nach und nach eingestellt. Der nächste Aufschwung erfolgte durch die Erschließung des Ennstals mit einer Eisenbahnlinie im Jahr 1875. Damit begann der Aufstieg zum Tourismus- und Wintersportzentrum.

1947 wurde das Schladminger Krankenhaus gegründet. Bis 1961 war der Chirurg Hans Martz (* 1912 in Łódź) dessen Chefarzt.

Im Rahmen der Steiermärkischen Gemeindestrukturreform wurden am 1. Jänner 2015 die Gemeinden Pichl-Preunegg und Rohrmoos-Untertal mit Schladming zur neuen Stadtgemeinde Schladming zusammengeschlossen. Eine Beschwerde der Gemeinden Pichl-Preunegg und Rohrmoos-Untertal gegen die Zusammenlegung beim Verfassungsgerichtshof war erfolglos.

Bevölkerungsentwicklung

Der starke Tourismus hat bis zur Jahrtausendwende zu einer positiven Bevölkerungsentwicklung geführt.Colors=id:lightgrey value:gray(0.9)id:darkgrey value:gray(0.7)id:sfondo value:rgb(1,1,1)

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TextData=fontsize:M pos:(35,20)text:"Quelle: Statistik Austria, alle Daten laut Gebietsstand 2021"

Religion

Die Wohnbevölkerung gab bei der letzten Volkszählung im Jahre 2001 folgende Religionszugehörigkeit an:

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Stadtbefestigung: erhalten sind Mauerreste aus dem Jahr 1629, ein Stadttor, das Salzburger Tor, und einer von vier Rundtürmen
  • Stadtmuseum: in einem Gebäude von 1661, das ursprünglich zur Unterbringung kranker Bergleute und Hinterbliebener verunglückter Knappen diente. Das Museum zeigt vor allem Ausstellungsstücke zur Bergbauvergangenheit und zu den Bauernkriegen der Reformation und Gegenreformation
  • Rathaus: 1884 von August Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha als Jagdschloss erbaut
  • Katholische Stadtpfarrkirche Schladming hl. Achaz: im Kern spätromanisch, 1522 bis 1532 zur spätgotischen dreischiffigen, fünfjochigen Hallenkirche erweitert, barocker Hochaltar von 1702 bis 1704
  • Evangelische Pfarrkirche hll. Peter und Paul: 1859 bis 1862 erbaut, Turm bereits 1852 errichtet, Renaissance-Flügelaltar im Seitenschiff aus der Reformationszeit (um 1570)
  • Beim Landesblumenschmuckbewerb Flora|19 erhielt Schladming als einer der sieben steirischen Städte eine Gesamtzahl von fünf Floras und zählt damit zu den Gewinnern des Bundeslandes.

; Regelmäßige Veranstaltungen

  • Mid Kultur: das Musikfestival Mid Kultur bietet seit 1977 – früher unter dem Namen „Schladminger Musiksommer“ – in den Monaten Juli und August Konzerte und Meisterkurse. Neu seit 1998 ist die Mid Europe, bei der stilistisch vielfältige Bläsermusik geboten wird. Seit drei Jahren gibt es auch die „Pre Mid“. Dabei werden volkstümliche Instrumente wie Alp- und Wurzhorn, Dudelsack und andere vorgestellt
  • Weltcup-Skirennen auf der Planai: seit 1973 finden auf der Planai, dem Hausberg von Schladming, Weltcup-Skirennen statt

; Kulinarische Spezialitäten

  • Schladminger Bier
  • Steirerkäse: ein Grauschimmelkäse, der ursprünglich von den Bauern des Ennstales gemacht wurde und auf Butterbrot oder Roggenkrapfen gegessen wird.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wichtigster Wirtschaftsfaktor in Schladming ist der Tourismus, der im Tourismusjahr 2015 (November 2014 bis Oktober 2015) 1.547.748 Nächtigungen verzeichnete. Organisiert ist die Region als Urlaubsregion Schladming–Dachstein, wobei der Wintersport (Skiregion Schladming–Dachstein/Ski amadé) in der Stadtgemeinde mit 56,2 % der Nächtigungen die Oberhand hat. Demgegenüber stehen 43,8 % der Nächtigungen in der Sommersaison.

Der größte Tourismusmagnet ist die 4-Berge-Skischaukel, die Schladming mit der Planai verbindet. Bekannt ist dieses Skigebiet vor allem durch das Nightrace, den Nachtslalom, dem alljährlich zirka 50.000 Besucher beiwohnen.

Seit 2004 findet auf der Planai jährlich der UCI-Mountainbike-Worldcup statt. Damit zieht Schladming im Sommer viele Downhill-Mountainbiker aus der ganzen Welt an.; Höhepunkte der touristischen Entwicklung waren:

  • 1904: Bau der Gollinghütte durch die Alpine Gesellschaft Preintaler
  • 1908: Gründung des Wintersportvereines
  • 1920: Errichtung (Hochwurzenhütte)
  • 1953: Erster Skilift auf der Planai
  • Seit 1973: Skiweltcuprennen der Herren
  • 1982: 27. Alpine Skiweltmeisterschaft
  • 1988–2011: Skiweltcuprennen der Damen
  • 1993: 5. Special Olympics
  • 2012: Finale des Alpinen Skiweltcups
  • 2013: 42. Alpine Skiweltmeisterschaft
  • 2017: 11. Special Olympics

Bei der Bewerbung um die Alpine Skiweltmeisterschaft 2009 unterlag Schladming knapp dem französischen Konkurrenten Val-d’Isère, zwei Jahre später auch gegen Garmisch-Partenkirchen.

Die vom International Council for Ski Mountaineering Competitions (ISMC) an Schladming als Austragungsort vergebene Weltmeisterschaft im Skibergsteigen 2011 konnte jedoch aus sportpolitischen Gründen nicht in Schladming stattfinden.

Brauerei Schladming

Die Schladminger Brauerei wurde 1909 als „Erste Alpenländische Volksbrauerei“ gegründet. Heute ist sie Teil der österreichweit tätigen Brau Union.; Biersorten

  • BioZwickel
  • Schnee Weiße Bio
  • Märzen
  • Sepp

Verkehr

  • Bahn: Schladming liegt an der Ennstalbahn, der Bahnhof wurde 2013/14 modernisiert und barrierefrei gemacht.
  • Straße: Schladming liegt an der Ennstal-Landesstraße B 320, einer wichtigen Durchzugstrecke für den Reiseverkehr. Vor allem in der Hauptreisezeit kommt es immer wieder zu kilometerlangen Staus.

Bildung

Schladming entwickelte sich ab 1974 auch zur Sport-Schulstadt, in die Schüler aus der ganzen Welt kommen, ausgenommen Afrika.

1974 startete die Skihandelsschule Schladming, im selben Jahr wurde das Jugendsporthaus, das Internat für die Ski-Haupt- und Handelsschüler eröffnet. 1998 gab es die erste Matura am HAK-Aufbaulehrgang.

Seit 1962 finden jährlich die Internationalen Universitätswochen für Theoretische Physik statt, begründet von Paul Urban.

Sport

Im Winter kann man sich in Schladming hauptsächlich mit alpinem Skilauf, Langlauf, Rodeln und Eislaufen sportlich betätigen. Im Sommer werden outdoor-Sportarten wie Fußball, Wandern, Mountainbiking (vor allem Downhill) und Radfahren, Paragleiten, Klettern, Laufen, Tennis, Reiten, Beachvolleyball, Schwimmen, Fischen und Minigolf betrieben.

Schladming war Austragungsort der alpinen Skiweltmeisterschaften 1982 und 2013. Auch die Special Olympics World Winter Games 1993 und 2017 fanden hier statt.

Politik

Der Gemeinderat hat 25 Mitglieder. Nach den Gemeinderatswahlen in der Steiermark hatte der Gemeinderat folgende Verteilungen:

  • 2000: 10 ÖVP, 5 SPÖ, 3 Bürgerliste Schladming und 3 FPÖ
  • 2005: 11 ÖVP, 5 SPÖ, 3 Bürgerliste Schladming, 1 FPÖ und 1 Grüne
  • 2010: 13 ÖVP, 4 SPÖ, 2 Bürgerliste Schladming und 2 FPÖ (21 Mitglieder)
  • 2015: 13 ÖVP, 9 Liste Schladming NEU, 2 FPÖ und 1 SPÖNach den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2020 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 Liste Schladming NEU, 8 ÖVP, 2 SPÖ und 1 FPÖ

Bürgermeister

  • 1945 Karl Gföller (SPÖ)
  • 1969–1975 Johann Ainhirn (SPÖ)
  • 1975–2005 Hermann Kröll (ÖVP)
  • 2005–2018 Jürgen Winter (ÖVP)
  • 2018–2020 Elisabeth Krammel (ÖVP)
  • 2020: Siegfried Keinprecht (ÖVP)
  • seit 2020: Hermann Trinker (LSN)

Mitte April 2020 erklärte Bürgermeisterin Elisabeth Krammel ihren Rücktritt mit der Gemeinderatssitzung am 29. April. Die ÖVP nominierte Siegfried Keinprecht als ihren Nachfolger.

Wappen

Wappen Pichl-Preunegg.png|Pichl-PreuneggRohrmoos Wappen.jpg|Rohrmoos-UntertalAUT Schladming COA –2014.png|Schladming
(bis 2014)

Gemeindepartnerschaften

  • Felletin, Département Creuse, Frankreich, seit 1960
  • Wetzlar, Hessen, Deutschland, seit 1974
  • Furano, Insel Hokkaidō, Japan, seit 1977
  • Braunfels-Bonbaden, Hessen, Deutschland, seit 1961 (ursprünglich Partnerstadt der Gemeinde Rohrmoos-Untertal)

Persönlichkeiten

Ehrenbürger der Gemeinde

Söhne und Töchter der Gemeinde

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Schladming

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