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Imst

Imst

160pxAbb. 1 Wappen von Imst
Basisdaten
Höhe 827 m
PLZ 6460
Vorwahl 05412
Website www.imst.tirol.gv.at
Bürgermeister Stefan Weirather (Alle für Imst)
Imst () im österreichischen Bundesland Tirol ist die Hauptstadt des Bezirks Imst (Gerichtsbezirk Imst) und hat Einwohner (Stand ).

Geographie

Imst liegt auf 828 m Seehöhe im Oberinntal, am Rande der Lechtaler Alpen. Der Hausberg ist der 2774 m hohe Muttekopf. Die südliche Gemeindegrenze bildet der Inn.

Stadtgliederung

Die Imster unterscheiden Oberstadt und Unterstadt. Weitere Imster Ortsteile sind Auf Arzill, Brennbichl, Gunglgrün, Am Grettert, Sonnberg, Weinberg, Hoch-Imst und Teilwiesen.

Nachbargemeinden

Geschichte

Das Gebiet um Imst ist schon seit der Bronzezeit besiedelt. 763 wird Imst erstmals urkundlich als „in opido Humiste“ – Teil der Gründungsausstattung der in Scharnitz vom Bistum Freising errichteten Klosterkirche St. Peter – genannt. Der Name soll so viel wie „hervorsprudelnde Quelle“ bedeuten.

1266 erwarb Meinhard II. von Tirol das Gebiet aus bayerischem Besitz und verlieh Imst 1282 das Marktrecht. 1822 gab es eine große Brandkatastrophe. 1898 wurde Imst das Stadtrecht verliehen.

Konfrontiert mit dem Elend von Kriegswaisen und heimatlosen Kindern nach dem Zweiten Weltkrieg, gründete Hermann Gmeiner 1949 den Verein SOS-Kinderdorf und begann gemeinsam mit Freunden mit dem Bau eines SOS-Kinderdorfes. Am 15. April 1951 wurde nach zweijähriger Bauzeit das weltweit erste SOS-Kinderdorf in Imst eröffnet.

Bevölkerungsentwicklung

Bürgermeister

  • bis 2008 Gerhard Reheis (SPÖ)
  • 2008–2010 Gebhard Mantl (ÖVP)
  • seit 2010 Stefan Weirather (Alle für Imst)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Altstadt: Das Erscheinungsbild von Imst ist durch Bürgerhäuser von der Gotik bis in den Barock ausgezeichnet, und zeigt sich heute stark urban und vom Tourismus überprägt.
  • Die Katholische Pfarrkirche Imst wurde von 1462 bis 1493 als spätgotische Hallenkirche von der Imster Bauhütte errichtet. Der Innenraum wurde 1780 barockisiert und nach einem Brand 1822 neu gewölbt und um 1908 wieder gotisch rekonstruiert.
  • Kapuzinerkloster Imst
  • Kloster der Barmherzigen Schwestern Imst
  • Museum im Ballhaus: Das Museum im Ballhaus dokumentiert die Stadtgeschichte. Es befindet sich in einem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert.
  • Brunnen: Die Versorgung der Stadt mit Trink- und Nutzwasser war ursprünglich auf öffentliche Brunnen beschränkt. Über 35 Trinkbrunnen prägen das Bild der Stadt („Brunnenstadt Imst“). 18 davon sind historische, zumeist Heiligen gewidmete Brunnen, die mit Sorgfalt renoviert wurden. Diese Brunnen dienten nicht nur den Bürgern, sondern auch dem zahlreichen Vieh. Bei den zwei großen Prozessionen (Fronleichnam und Mariä Himmelfahrt) werden die Brunnen besonders schön geschmückt.
  • Ansitz Rofenstein, Gerichtsgebäude aus dem 13. Jahrhundert, heute Amtsgebäude der Bezirkshauptmannschaft von Imst.
  • Das Bundesrealgymnasium Imst, von 1970 bis 1973 erbaut, wurde als Musterschule der Vorfertigung im Schulbau unter Denkmalschutz gestellt.
  • Landwirtschaftliche Landeslehranstalt Imst
  • Imster Artclub: In der Kulturszene setzt der Imster Artclub immer wieder Akzente mit großen Konzerten und Festivals (wie z. B. den Rolling Stones oder Velvet Revolver).
  • Imst ist Heimatort vieler bildender Künstler.
  • Die Stadt beherbergt zwei Theatervereine.
  • Zeitweise lebte und arbeitete der Dramatiker und Filmschaffende Hans Hömberg in Imst.
  • Imster Schemenlaufen: Die Imster Fasnacht, das Schemenlaufen, wurde 2012 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen. Aus dem alten Widum, einem desolaten Barockbau, wurde nach mühevoller und sorgfältiger Arbeit das Haus der Fasnacht mit Archiv und Fasnachtsmuseum. Die Zusammenarbeit mit den beiden anderen großen Fasnachtsorten des Oberlandes, Telfs und Nassereith, wurde intensiviert. Neben der „großen Fasnacht“ findet alle drei bis fünf Jahre die Buabefasnacht statt, die kleine Ausgabe des Schemenlaufens. Bei der Buabefasnacht 2014 waren rund 340 begeisterte „Buaben“ von 6 bis 16 Jahren dabei.

Sport und Freizeit

  • Klettern: Das moderne Sportklettern hat in Imst große Bedeutung. In der Imster Kletterhalle werden heute Europameisterschaften und Weltcups ausgetragen, trainieren Familien, Schulen und Spitzensportler ihr Kletterkönnen. Eine Vielzahl von Kletterrouten und Klettersteige wie der Imster Klettersteig erschließen die Bergwelt im Freien.
  • Sommerrodelbahn (3.535 m, zweitlängste der Welt)
  • Rafting
  • Canyoning
  • Radfahren: Der Ort liegt am Fernradweg, der als Via Claudia Augusta entlang einer gleichnamigen antiken Römerstraße verläuft.
  • Ski Alpin: Skigebiet Hoch-Imst
  • Seit 1779 besteht die Schützenkompanie Imst.

Verkehr

Schon in der Römerzeit war Imst ein Verkehrsknoten an der Via Claudia Augusta. Sie führte von Imst über den heutigen Fernpass ins Außerfern. Weiters gibt es zwei Anschlussstellen auf die Inntalautobahn A 12.Von Imst führt eine Passstraße über das Hahntennjoch nach Elmen im Lechtal, die besonders bei Motorradfahrern sehr beliebt ist.

In der Imster Schlucht liegt der Bahnhof Imst-Pitztal der Arlbergbahn. Obwohl es sich um einen eher kleinen Bahnhof handelt, wird er von Schnellzügen der ÖBB angefahren. Damit stellt der Bahnhof für die gesamte Region einen bedeutenden Verkehrsknotenpunkt dar.

Wirtschaft

Die Industriegeschichte war besonders geprägt durch den Bergbau im 15. und 16. Jahrhundert, sowie im 18. und 19. Jahrhundert durch die Textilindustrie. Zu dieser Zeit verkauften die Vogelhändler aus Imst ihre gezüchteten Singvögel in ganz Europa. Der Komponist Carl Zeller schrieb dazu die Operette Der Vogelhändler. Die Landwirtschaft hat an Bedeutung verloren. Heute gibt es eine gemischte Wirtschaftsstruktur aus Industrie, Handel, Handwerk und Tourismus. Neben der Innenstadt haben sich in der Imster Au zahlreiche Fachmärkte und Industriebetriebe niedergelassen.

Im Sommertourismus ist Imst ein Zentrum für Outdoorsportarten wie Klettern, Rafting und Canyoning.

Söhne und Töchter der Stadtgemeinde

  • Joseph Deutschmann (1717–1787), Bildhauer
  • Josef Kiechl (1757–1829), Bildhauer und Erzgießer
  • Josef Klemens Witwer (1760–1808), Bildhauer
  • Hartmann Witwer (1774–1825), Bildhauer
  • Karl von Lutterotti (1793–1872), Tiroler Volkskundler, Mundartdichter und Dialektforscher
  • Franz Xaver Renn (1784–1875), Bildhauer, Vater von Gottfried Renn
  • Gottfried Renn (1818–1900), Bildhauer in Speyer, Sohn von Franz Xaver Renn
  • Johann Grissemann (1831–1892), Bildhauer
  • Theodor von Hörmann (1840–1895), Landschaftsmaler
  • Friedrich Heinrich Suso Denifle (1844–1905), Kirchenhistoriker, Dominikaner, Professor in Graz
  • Hermann Klotz (1850–1932), Bildhauer
  • Hansi Andry (1864–1946), Schriftstellerin
  • Thomas Walch (1867–1943), Genremaler
  • Christian Plattner (1869–1921), Bildhauer und Maler
  • Josef Schatz (1871–1950), Altgermanist und Mundartforscher
  • Jakob Kopp (1871–1960), Mundartdichter
  • Leopold Pischl (1891–1985), Offizier und Skifunktionär
  • Alfons Gorbach (1898–1972), Bundeskanzler von 1961 bis 1964
  • Norbert Heltschl (1919–2017), Architekt
  • August Stimpfl (1924–2010), Künstler
  • Franz Pirchner (* 1927), Agrarwissenschaftler und Hochschullehrer
  • Elmar Kopp (* 1929), Maler und Bildhauer
  • Ernst Grissemann (* 1934), Radiomoderator und Journalist

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Imst

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